Bienen & Imkerei

Meine Bienen leben das ganze Jahr über an verschiedenen Standorten rund um Warzenried im Oberen Bayerischen Wald. Ein Teil meiner Völker steht ganzjährig auf einer Obstwiese – direkt am Waldrand. Sie sammeln dort vom frühen Frühjahr bis in den Herbst eine vielfältige Tracht: Obstblüten, Klee, Wildblumen – und wenn der Honigtau fließt, fliegen sie auch in den nahegelegenen Wald.

Für den Waldhonig ziehe ich zusätzlich mit einigen Völkern tiefer in den Wald. Sobald Blattläuse und Schildläuse die Nadel- und Laubbäume des Bayerischen Waldes bearbeiten und der Honigtau fließt, stehen meine Bienen mittendrin. Das Ergebnis ist ein dunkler, intensiv-harziger Waldhonig – selten und unverwechselbar.

Was steckt eigentlich in einem Glas Honig? Eine Menge Arbeit – und zwar die von tausenden Bienen. Eine einzige Arbeitsbiene sammelt in ihrem gesamten Leben gerade einmal einen kleinen Teelöffel Honig – rund ein Zwölftel eines Teelöffels, um genau zu sein. Für ein 500g-Glas Honig legen die Bienen eines Volkes zusammen etwa 50.000 bis 80.000 Kilometer zurück – das entspricht ungefähr zweimal dem Erdumfang. Dabei fliegen sie bis zu 3 Kilometer vom Stock entfernt, im Notfall sogar bis zu 7 Kilometer.

Ein starkes Bienenvolk besteht im Sommer aus bis zu 60.000 Bienen – und sie alle arbeiten rund um die Uhr, solange es hell ist. Der Nektar wird im Stock von Biene zu Biene weitergegeben, mit Enzymen angereichert und so lange getrocknet, bis der Wassergehalt unter 20 % sinkt. Erst dann wird die Wabe verdeckelt – erst dann ist Honig wirklich Honig.

Kleine Völkerzahl, bekannte Standorte, kurze Wege. Ich weiß, wo mein Honig herkommt – und du weißt es jetzt auch.